Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, bei der die Erreger durch Katzenkot auf andere Lebewesen (Menschen und Tiere) übertragen werden. Die Erreger sind sehr widerstandsfähig und werden überall dort wo Katzen sich aufhalten (zB. auf dem Bauernhof oder auch durch Straßenstaub) verbreitet. Die Krankheit wird seltener auch durch rohes bzw. ungenügend gebratenes Fleisch, vor allem vom Schwein (Schinken, Salami, Mett) übertragen. Etwa 50 % der Erwachsenen hatten bereits Toxoplasmose und sind deshalb immun dagegen. Es handelt sich um eine gutartige Infektion, die bei Erwachsenen höchstens mit leichten grippalen Symptomen abläuft.

Erkrankt allerdings eine Schwangere an Toxoplasmose, kann es zur schweren Schädigung des Kindes kommen. Die besondere Gefahr für das Kind besteht in der Infektion des Gehirns mit nachfolgender Verkalkung und Schädigung des Gehirns.

Wird die Toxoplasmose-Infektion in der Schwangerschaft rechtzeitig erkannt, kann sie im Allgemeinen mit Antibiotika behandelt werden und es entstehen normalerweise keine Folgeschäden!

Die vorsorgliche Untersuchung des Blutes auf Toxoplasmose wird deshalb von allen Geburtsmedizinern empfohlen, ist aber keine Kassenleistung. Der Test sollte möglichst früh in der Schwangerschaft durchgeführt werden und evtl. später zur Verlaufskontrolle wiederholt werden.